Der Dézaley Chemin de Fer von La Maison Massy wurde bei den Decanter World Wine Awards mit einem Preis ausgezeichnet.

Jedes Jahr richten sich die Augen der Weinwelt nach London. Dort finden die Decanter World Wine Awards statt, einer der anspruchsvollsten und einflussreichsten Weinwettbewerbe der Welt. 2026 wurden zwei Weine von La Maison Massy mit der Silbermedaille ausgezeichnet – eine beachtliche Leistung. Der erste davon war der Dézaley Chemin de Fer mit 93 Punkten, ein Grand Cru Chasselas, der international bestätigt, was Lavaux-Weinkenner schon lange wissen.

Die Decanter World Wine Awards, ein Wettbewerb der besonderen Art

Die 2004 vom britischen Magazin Decanter ins Leben gerufenen Decanter World Wine Awards haben sich als weltweiter Maßstab für Weinbewertungen etabliert. Was diesen Wettbewerb von anderen unterscheidet, ist vor allem die Strenge seines Verkostungsprotokolls. Jedes Jahr werden über 18.000 Weine aus rund 50 Ländern einer Blindverkostung unterzogen. Die Juroren – allesamt anerkannte Experten wie Masters of Wine, renommierte Sommeliers und Fachkritiker – bewerten jede Probe, ohne den Produzenten, den Preis oder die genaue Herkunft der Flasche zu kennen.

Das Auszeichnungssystem ist gestaffelt: Bronze, Silber, Gold, Platin und schließlich „Best in Show“, das nur wenigen ausgewählten Weinen verliehen wird. Die Silbermedaille, die an Weine mit 90 bis 94 Punkten vergeben wird, ist eine bedeutende Anerkennung. Sie signalisiert, dass eine internationale Jury ohne Vorurteile den Wein als technisch makellos und charaktervoll beurteilt hat. Für einen Schweizer Chasselas, eine außerhalb der Schweiz noch relativ unbekannte Rebsorte, ist diese Auszeichnung von besonderer Bedeutung.

Eine Flasche Dézaley Chemin de Fer Dekanter, die mitten in die Weinberge geworfen wurde.

Der Dézaley Chemin de Fer, ein Grand Cru mit Charakter

Dézaley zählt zu den renommiertesten Appellationen im Lavaux. Eingebettet zwischen Lausanne und Vevey, profitiert dieses steile Terroir von dreifacher Sonneneinstrahlung: direktem Sonnenlicht, der Spiegelung des Genfersees und der Wärme, die von den Trockenmauern gespeichert wird. Die Weinberge verdanken ihren Namen der Eisenbahnlinie, die entlang der Reben verläuft und seit 2007 zum UNESCO-Welterbe gehört.

Ein international anerkannter Jahrgang

Der Jahrgang 2024 des Dézaley Chemin de Fer verkörpert dieses außergewöhnliche Terroir in vollem Umfang. In der Nase zunächst zurückhaltend, offenbart er dann Anklänge von Feuerstein und Schießsand, die mineralische Signatur von Dézaley. Am Gaumen gewinnt der Wein an Fülle: opulent und großzügig umhüllt er den Gaumen mit einer angenehmen Textur und klingt mit einem bemerkenswert langen Abgang aus.

Die Juroren der Decanter World Wine Awards bestätigten dieses Profil mit Präzision: Sie hoben verführerische Aromen von gelben Früchten hervor, eine geschmeidige Textur am Gaumen, in der sich Noten von saftigem Apfel, Kräutern, getrockneten Blüten und Champignons vermischen.

Dieser Chasselas sollte nicht zu jung getrunken werden. Mindestens ein Jahr Reifezeit wird empfohlen, damit sich der Wein voll entfalten kann. Mit der Zeit entwickelt er honigartige Noten und eine aromatische Komplexität, die ihn zu einem außergewöhnlichen Tischbegleiter machen: ideal zu Trüffelgeflügel, feinem Fisch oder gereiftem Gruyère-Käse.

Eine Flasche Dézaley Chemin de Fer Decanter

Maison Massy und der Ehrgeiz von Lavaux Chasselas

Für Gregory und Benjamin Massy, ​​die vierte Generation einer in Epesses verwurzelten Winzerfamilie, bestätigt diese internationale Anerkennung ihr langjähriges Engagement. Ihre Überzeugung ist einfach und doch tiefgreifend: Chasselas aus Lavaux verdient seinen Platz unter den großen Weißweinen der Welt.

Die Silbermedaille bei den Decanter World Wine Awards ist nicht nur ein Qualitätsmerkmal. Sie ist eine Einladung, einen Wein zu entdecken, der wie kaum ein anderer von seinem Terroir erzählt.